Es ist ein Kreuz. Man liegt im Bett herum und kann einfach nicht schlafen. Dabei ist der Schlaf wichtig, um am nächsten Tag fit und leistungsfähig zu sein. Wer an Schlafmangel leidet, kann ein Lied davon singen. Die Tage werden nur noch zu Qual, man ist unkonzentriert, gereizt. Bei Menschen, die dies jahrelang erleben, keimen sogar Selbstmordgedanken auf.
Wer das noch nicht erlebt hat, zeigt oftmals kein Verständnis für die Betroffenen. Im Gegenteil. Der Schlaflose nervt einfach nur. "Was soll das Gezerve, nur weil man etwas unausgeschlafen ist. Das hat doch jeder mal und man muss sich deshalb doch nicht so anstellen". Man gibt gute Tipps, die jedoch alle nicht helfen wollen.
Die Schlaflosigkeit kann viele Ursachen haben. Meistens erstreckt sie sich nur über einen gewissen Zeitraum, der jedoch vom Betroffenen gut weggesteckt wird. Danach kann er wieder schlafen und die Angelegenheit hat sich erledigt.
Übel jedoch wird es, wenn sich über Jahre hinweg kein ausreichender Schlaf mehr einstellen will. Um endlich etwas Schlaf zu bekommen, werden Medikamente eingenommen, die einem vielleicht zu ein paar Stunden Schlaf verhelfen. Über einen kurzen ist das auch kein Problem. Wird dies jedoch zur Regel, dann stellt sich mit der Zeit eine Medikamentenabhängikeit ein. Es entsteht ein Teufelskreis.
Was kann abhelfen? Zunächst sollte nachgedacht werden, wann sich die Schlaflosigkeit eingestellt hat. Gab es mal ein neues Bett? Wurden die Räume renoviert? Hat der Boden einen neuen Belag erhalten? Manchmal sind es die Dinge, an die man am wenigsten gedacht hat. In sehr vielen Fällen hat man einfach nur nicht das richtige Bett. Es könnte zu hart oder auch zu weich sein. Lange kursierte das Gerücht, dass es am gesündesten sei, möglichst hart zu schlafen. Dies hat sich jedoch inzwischen als falsch herausgestellt. Denn jeder Mensch ist anders. Eine pauschale Aussage ist, wie in so viele Fällen, untauglich, da jeder Mensch einzigartig ist und individuelle Bedürfnisse hat.
Ein Beispiel: Ein Mann kam zur Bundeswehr und entdeckte zu seiner Freude, dass sein Vorgänger, der in seinem Bett geschlafen hatte, ein Brett unter die Matratze gelegt hatte. Wer bei der Bundeswehr gedient hat, kennt die Bundeswehrbetten. Sie haben durchhängende Gitterroste und relativ dünne Matratzen. Doch irgendwie konnte der junge Mann in den ersten Tagen seiner Dienstzeit nicht schlafen. Zuerst schob er es auf die neuen Umstände und die Aufregung, die die Bundeswehrzeit mit sich zieht. Doch der Grund war ein anderer: Das Bett war zu hart für ihn. Nach einer gewissen Zeit nahm er das Brett aus dem Bett und schlief seitdem ausgezeichnet - und das in einem Bett, von dem man glauben musste, dass es geradezu dafür gebaut worden ist, um Rückenschmerzen zu erzeugen.
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Zunächst sollte also erst mal der Schlafraum und das Bett in Frage gestellt werden. Sollte sich nach Klärung dieser potenziellen Ursachen keine Besserung eingestellt haben, gilt es, weitere Ursachen in Betracht zu ziehen.
- Stress/Ärger - Falscher Schlafrhythmus - Schlafapnoe - Abhängigkeiten/Sucht - Seelische Probleme - Organische Probleme
Nachfolgend ein paar Tipps, die den Schlaf verbessern:
- Trinken Sie vor dem Schlafengeehn keinen oder nur wenig Alkohol. Zwar kann man mit Alkohol oftmals besser einschlafen, aber wenn die Leber beginnt zu arbeiten und große Mengen Alkohol abbauchen muss, dann wacht man auf und findet nicht mehr in den Schlaf.
- Legen Sie sich ein Hopfenkissen in das Schlafkissen. Das ist kein esotherischer Humbug, sondern es wirkt. Bekannt ist die sogenannte "Hopfenpflückerkrankheit", die früher die Hopfenpflücker bei der Ernte hatten. Diese (eigentlich gar keine Krankheit) äußerte sich darin, dass die Hopfenpflücker mit immenser Müdigkeit zu kämpfen hatten, was auf die Inhaltsstoffe des Hopfens zurückzuführen ist. Tun Sie noch Lavendel hinzu, der dafür sorgt, dass der Geruch des Hopfens überdeckt wird.
- Überdenken Sie, ob Sie das richtige Bett haben. Betten können zu hart oder zu weich sein. Auch der Lattenrost spielt eine große Rolle. Wichtig hierbei: Nicht das teuerste Bett ist das beste für Sie.
- Ist der Schlafraum OK? Achten Sie auf Dunkelheit im Schlafraum und dass wenig Geräusche zu Ihnen durchdringen. Die Temperatur sollte eher Kühl gehalten werden, weswegen Sie vermeiden sollten, den Schlafraum zu heizen. Außerdem sollte die Raumluft nicht zu trocken sein. Stellen Sie keine Pflanzen ins Schlafzimmer. Nachts geben Pflanzen CO2 ab und produzieren keinen Sauerstoff, wie oft angenommen wird. Das tun sie nur am Tage.
- Lesen Sie vor dem Schlafengehen ein Buch. Es braucht nicht viel gelesen werden. Oft merkt man schon nach den ersten Zeilen, dass man müde wird. Dies ist ein Ritual und lenkt Sie von eventuellen Unannehmlichkeiten des Tagesablaufes ab. Diese benötigen Sie nachts nämlich nicht.
- Eventuelle körperliche Probleme sollten beseitigt werden. Wenn Ihnen Ihre körperlichen Probleme bekannt sind, wie z.B. Schmerzen, Atemnot, Restless-Legs oder ähnliches, kann ein Besuch beim Arzt helfen oder vielleicht finden Sie auch einen guten Tipp auf unserer Homepage. Auch wäre eine Atlaskorrektur anzudenken. |
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Schlaflosigkeit
Ein Bericht eines Betroffenen
Wer nicht schlafen kann, weiß von was ich spreche. Immer mehr verliert das Leben an Bedeutung. Tagsüber rennt man herum, wie Falschgeld. Alles wird einem zuviel und man kommt kaum mehr aus dem Bürostuhl. Besprechungen werden zur inneren Katastrophe, weil man sich ja nichts anmerken lassen will, dass man völlig durch ist. Will man eine E-Mail verfassen und versenden, kostet es größte Mühe bei der Satzformulierung. Man hat keinen Antrieb mehr, etwas zu unternehmen und wäre mit der Zeit bereit, alles, aber auch alles auf sich zu nehmen, nur damit man endlich mal wieder schlafen kann. Mir erging es jedenfalls so. Es war eine der schlimmsten Zeiten meines Lebens und ich gewöhnte mich auch nie daran. Ich machte mir lange Gedanken, was mit mir denn nur los sein könnte.
Vor etwa 8 Jahren hatte ich mir ein Wasserbett zugelegt. Davor hatte ich ein Bett mit einem starren Lattenrost und einer relativ harten Matratze. Rückenschmerzen waren vorprogrammiert und tatsächlich wachte ich morgens mit dem Gefühl auf, als ob ich statt einer Wirbelsäule einen Stock im Rücken hätte. Also musste eine andere Lösung her. Zwei Bekannte von mir hatten Wasserbetten und als ich dort zu Besuch war, durfte ich probeliegen. Ich war begeistert und musste unbedingt so ein Wasserbett haben. Da so ein Wasserbett ja nicht gerade billig ist, sparte ich mir das Geld zusammen und bald war es soweit. Ich war stolzer Besitzer eines Wasserbettes. Den Unterbau baute ich mir selbst aus Brettern, Klötzen und Winkeln zusammen. Dann die erste Nacht. Der Schlaf war nicht so gut wie erhofft, aber es ging. "Umgewöhnungsphase" war das Stichwort. Und tatsächlich, nach ein paar Tagen hatte ich mich an das Bett gewöhnt und schlief recht gut darin. Es war jetzt nicht das ultimative Erlebnis, aber es war OK. Das Umdrehen im Bett nervte etwas. Es kostete viel mehr Mühe, als einem normnalen Bett, aber da man nicht so viel Druckstellen hat, wie auf einer normalen Matratze, hieß es, drehte man sich auch seltener um. So weit so gut. Die erste Zeit ging es auch ganz gut, bis ich zeitweise anfing, mich nächteweise mit Problemen herumzuschlagen, die eigentlich in mein Tagesgeschehen gehörten und nicht in die Nacht. Die Folge war unruhiger, flacher Schlaf. "Das ist der Stress", folgerte ich und gab mich damit ab. Doch die Nächte wurden immer schlechter. Nach etwa drei Jahren ging dann die Heizung meines Wasserbettes kaputt. Ich kaufte mir eine neue, die zwar nicht vom Hersteller des Wasserbettes war, mir jedoch aufgrund des günstigeren Preises und der Keramikausführung gut gefiel. Doch der Schlaf wurde nicht wirklich besser. Es war die Zeit, in der der ich jeden zweiten Tag joggte. Ich bemerkte, dass es mir beim Joggen jedesmal immer schlechter ging, aber ich hängte den Kämper heraus und absolvierte Tapfer meine Runde, bis es mir eines Tages mitten im Lauf so schlecht ging, dass ich anhalten musste. Zudem stellte ich fest, dass ich in der Nacht nach einem Lauf immer ziemlich schwitzen musste, sodass ich wieder nicht schlafen konnte. Dann ereilte mich eine Angina Tonsillitis (Mandelvereiterung mit Fieber), welche mich wochenlang schwächte, sodass ich nicht mehr in den Sport hineinkam. Ein paar Läufe machte ich noch, dann bekam ich den Hintern nicht mehr hoch und stellte das Laufen ein, zumal ich noch weitere zwei mal Mandelkrank mit Fieber und allem drum und dran wurde. Ein Urlaub in Ägypten, bei dem ich mir eine meiner schlimmsten Magendarmerkrankungen, an die ich mich erinnern kann, holte, gab mir dann den Rest. Ich bekam es nicht mehr auf die Reihe, joggen zu gehen.Gut, der Schlaf war nicht besonders, aber ich kam irgendwie damit zurecht. Jedoch stellte sich ein Phänomen ein, mit dem ich irgendwie schlechter klar kam. Meine Psyche stellte sich auf die Weise ein, dass ich Angst vor der Schlaflosigkeit bekam. Am schlimmsten war es, wenn ich einen Termin am nächsten Tag hatte. Die Furcht, am nächsten Tag nicht fit zum Termin kömmen zu können, lies mich, wie der Teufel es will, nicht schlafen. Und zwar die ganze Nacht nicht. Und das JEDESMAL. Selbst wenn es sich nur um eine Geburtstageinladung handelte. Ich konnte, wenn ich mir am nächsten Tag etwas vorgenommen hatte, einfach nicht mehr schlafen. Es war die Hölle. Ich begann zu vermeiden, mir etwas vorzunehmen und zog mich immer mehr aus dem Leben zurück.
Dann bekam ich auch noch Atemprobleme. Das äußerte sich in der Form, dass ich tagsüber nicht richtig einatmen konnte und das Gefühl hatte, immer gähnen zu müssen, um genügend Sauerstoff zu bekommen und nachts, um 4:30 Uhr von einer Art Apnoe wach wurde und dann nicht mehr einschlafen konnte, weil ich kurz vorm Einschlafen aufhörte zu atmen und mein Körper mich dann durch eine Art Alarmsignal wachrüttelte, damit ich nicht erstickte.Allmählich begann ich zu verzweifeln. Ich ging zum Arzt, der mir ein Notfallspray verschrieb, weil er meine Atemprobleme für eine Allergie hielt. Das Spray wirkte sogar etwas. Es schien wirklich so, als könnte ich besser Atmen, aber das ging nur ein paar Wochen so. Bald half auch das nichts mehr.
Schlaftabletten wollte ich nicht nehmen. Das war mir dann doch zu riskant, denn das Zeugs macht abhängig und ist der unvermeidliche Weg in einen Kreislauf, aus dem man dann gar nicht mehr herauskommt. Dann las ich im Internet etwas über Melatonin, welches nicht abhängig macht und dem man auch nachsagt, dass es keine Nebenwirkungen habe.Mit Melatonin habe ich mich dann einige Tage beschäftigt. Es ist ein Körpereigenes Hormon, welches im Gehirn von der Zirbeldrüse produziert wird. Es ist verantwortlich für den Schlaf und somit unverzichtbar. In Amerika kann man Melatonin als Nahrungsergänzungsmittel überall kaufen. Aber in Europa ist es in fast allen Ländern nicht mal als Medikament zugelassen, weil die Langzeitwirkungen noch nicht erforscht wären. Es gibt Webseiten, die das jedoch ganz anders sehen. Melatonin hätte neben der schlaffördernden Wirkung, Wunderwirkungen verschiedenster Art, wie Vorbeugung gegen Krebs, verjüngende Eigenschaften etc. Der Grund, warum Melatonin hierzulande nicht zugelassen wird, sei erstens die hervorragende Wirkung des Stoffes, der den herkömmlichen Medikamenten in bittere Konkurrenz treten könnte. Zweitens wäre Melatonin ein Hormon, welches deshalb nicht patentierbar wäre, was wiederum uninterresant für die Pharmaindustrie sei, da ja dann jeder kleine Vertrieb den Stoff ja dann in unmittelbarar Konkurrenz zu günstigsten Preisen verkaufen könnte.
Egal. Mir war wichtig, dass ich schlafe. Was nützt es mir, wenn ich in zwei Jahren an Erschöpfung gestorben bin, dass Melatonin Vielleicht in 20 Jahren irgendwelche negativen Auswirkungen haben könnte. Wer sich nicht allzu ungeschickt anstellt, kann Melatonin im Internet in irgend einem ausländischen Shop bestellen. Wenn der Zoll es rafft, dann ist die Ware weg und es kann auch Zollgebühren oder Strafe kosten. Also war ich kurz davor, mir dieses Zeug zu besorgen.Irgendwann schaute ich dann mal abends die Sendung "Wer wird Millionär" mit Günter Jauch. Der hatte einen Kanditaten da, der sich als Schlafberater bezeichnete und der meinte, dass sich für 90% aller Schlafprobleme das Bett verantwortlich zeichnete. Ich war wie elektrisiert. Das Bett? Sollte mein Superduper-Wasserbett für meine Schlafstörungen verantwortlich sein? Nein. Dass konnte nicht sein. Ich ruckzuck ins Internet, um irgendwelche Hinweise darüber zu bekommen, aber alle Welt schwörte aufs Wasserbett.
Trotzdem begann ich nachzudenken. Mir war schon seit längerem aufgefallen, dass ich Probleme damit hatte, die richtige Wassertemperatur im Bett einzustellen. Gerade wenn es im Sommer sehr heiß war, bekam ich das Bett nicht kalt genug. Wenn dann das Wetter schnell wechselte, konnte es sein, dass es dann wieder zu kalt war und ich deshalb nicht schlafen konnte. Dann las ich noch verschiedene Geschichten von Elektrosmog. Elektrosmog sollte die Bildung des Schlafhormons Melatonin verhindern. Und schließlich schlief ich ja auf meiner Heizung, einer Stromquelle. Es schien sich für mich allmählich herauszustellen, dass das Wasserbett für meine Schlafstörungen verantwortlich sein könnte. Aber was tun? Einfach jetzt das teure Wasserbett rausschmeißen? Und das ohne zu wissen, ob es wirklich für meine Schlafstörungen verantwortlich war? Nach langem hin und her, beschloss ich dann doch, mir einen Lattenrost und eine Matratze zuzulegen, um es auszutesten. Ich entschloss mich nach langen hin und her für eine einfache Taschenfederkermatratze, die mir bei etlichen Probliegungen am meisten lag. Das ganze Schaumzeugs, wie Kaltschaum oder Latex, was es da für teures Geld gab, behagte mir einfach nicht. Es ging aber nicht ums Geld. Ich hätte alles bezahlt, nur um besser schlafen zu können. Den Rost und die Matratze legte ich auf den Boden neben meinem Wasserbett und ich begann nun, auf diesem zu schlafen. Die ersten Nächte waren grausig. Natürlich ist eine normale Matratze erst einmal viel zu hart, wenn man ca. acht Jahre auf einem Wasserbett gelegen hat. Ich hatte Schmerzen in der Schulter und Rücken, aber ich konnte den Lattenrost zum Glück etwas verstellen und nahm auch noch drei Latten heraus, bis es einigermaßen ging.Zu allem schaltete ich noch jeden Abend die Sicherung fürs Schlafzimmer ab, damit ich keinen Elektrosmog von der Steckdose direkt über meinem Kopf abbekam.
Und dann, nach ein paar Tagen stellte es sich doch tatsächlich ein, dass ich zwar auch immer nachts um die übliche Zeit aufwachte, aber dann tatsächlich wieder einschlafen konnte, was vorher immer mehr zu einem Problem geworden war.
Ich hatte einen Weg aus meinem Schlafproblem gefunden!!
Die Nächte wurden mit der Zeit immer besser. Im Moment schlafe ich immer noch in meinem provisorischen Bett. Aber jetzt, nach zwei Monaten Probephase kann ich behaupten, dass sich meine Lebensqualität um Längen verbessert hat. Ich werde das Wasserbett wohl aufgeben müssen, was zwar wegen des teueren Preises, welchen ich für das Bett bezahlt habe, schmerzhaft ist, aber letztendlich geht meine Gesundheit vor.Einer meiner Bekannten, in dessen Wasserbett ich mal zwei nächte Probeschlafen durfte, hat sein Wasserbett übrigens auch abgeschafft. Er hatte Probleme mit der Hüfte bekommen. Der andere hat sein Wasserbett wohl noch. Das weiß ich gar nicht so genau. Aber er hat inzwischen so ein Apnoe-Atemgerät, welches er sich nachts über Mund und Nase ziehen muss. Ob das jetzt Zufall ist, dass ja auch ich mit nächtlichen Atemproblemen zu kämpfen habe? Es gibt Aussagen, dass ein Wasserbett dem Schlafenden zu wenig Widerstand biete und dadurch die Muskulatur schwach würde. Ob das stimmt weiß ich nicht. Wenn es aber so wäre, dann müsste man die Atemmuskulatur in diese Überlegungen mit einbeziehen. Und da wären ja auch noch die Weichmacher in der Gummihülle, in der sich das Wasser befindet. Ohne jene wäre das alles wohl viel zu störrisch, um darauf schlafen zu können. Die Weichmacher würden nach und nach in die Luft abgegeben und wäre auch für die Verhinderung der Produktion von körpereigenem Melatonin verantwortlich.
Weiß der Geier. Ich will keine Wasserbetten schlecht machen. Aber ich persönlich möchte keines mehr haben. Es nervte mich schon, wenn ich mal in einem Hotel übernachten und dann in so ein normales Bett steigen musste. Mein verwöhnter Körper konnte sich einfach nicht plötzlich an die vergleichsweise harte Umgebung gewöhnen, wodurch ich dann wieder nicht schlafen könnte. Toll, wenn man am nächsten Tag bei einem Kunden sein muss oder sich völlig übermüdet auf einem Seminar herumschlagen kann.
Eigentlich ist ein Wasserbett eine tolle Sache. Fast jeder, der ein Wasserbett hat, schwärmt davon. Gerade für Frauen, die eher leichter frieren als Männer, ist so ein Wasserbett super. Nur sind Menschen grundlegend verschieden. Der eine mag Vanilleeis, der andere Schokoladeneis.
Fazit: Eigentlich gehe ich davon aus, dass ich die Ursache für meinen schlechten Schlaf gefunden habe. Aber ich bin ja noch in der Testphase. Jetzt probier ich das mal eine Weile aus und berichte dann wieder, wie es mir ergangen ist. Und vielleicht finde ich ja dann noch weitere Dinge, die mich besser schlafen lassen.
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